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Tuesday, 14. February 2012

Was steckt unter der Folie?

...habe ich gestern gefragt. Sus und Sabine haben auf Huhn getippt, hme auf Schwein, und er hat Schwein gehabt. Unter der Folie ruht ein Schweinebraten jedoch ohne Schwarte, den ich im Römertopf gegart habe. Wie gestern gesagt, habe ich meine zwei Tonbräter-Standart-Rezepte. Der spanische Pfefferbraten ist eins davon. Aber Achtung, diesmal habe ich ihn anders gewürzt. Italienisch.

Schweinebraten aus dem Römertopf

1 kg Schweinebraten vom Hals
1 unbehandelte Zitrone, bei mir frisch vom Baum
4 Knoblauchzehen
1 TL Fenchelsamen
6 Zweige frischer Rosmarin
Salz und Pfeffer
Olivenöl
Muskat

Knoblauch, Fenchelsamen und Rosmarin fein hacken. Zitronenschale dazureiben. Alles mit Pfeffer, Salz, frisch geriebener Muskatnuss und Olivenöl zu einer Paste vermischen. Den Schweinebraten mit der Gewürzpaste einreiben und gut abgedeckt, am besten über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. Braten 1 Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Rest habe ich wie beim Pfefferbraten gemacht (2 Stunden im Ofen). Ausser die Sauce, die habe ich nicht abgebunden, sondern nur so als Saft serviert.

Köstlich!

Na, habt ihr euren Tonbräter schon entstaubt? ;-)


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Thursday, 2. February 2012

Einfach und gut!

Der monatliche Grosseinkauf steht an. Der Kühlschrank hat Augenwasser. So gibt's nur sowas zum Znacht.

Einfach und gut!

Truthahn-Schnitzelchen mit Petersilie-Bratkartoffeln und Salat und Mandarinen aus dem Garten

Einfach, schnell und auch noch gut!


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Wednesday, 1. February 2012

Schweinebäckchen an Speck-Biersauce oder Kochen aus dem Vorrat

Ein Vorsatz dieses Jahres ist verbesserte Vorratshaltung. Bei der Durchsicht meiner Vorräte bin ich auf eine Dose Bier gestossen, die auch schon bessere Zeiten hatte. Im Kühlschrank lagen noch ein paar Scheiben Speck rum und im Tiefkühler Schweinebäckchen. Somit war klar was es zum Znacht gab. Saubäggli an Biersauce habe ich schon mal gemacht, deshalb und natürlich wegen den Vorräten habe ich dieses Mal leicht variiert. Das Fleisch war wie gewohnt superzart. Die Sauce leider nur okay, was vielleicht am blonden Bier oder an der blonden Zwiebel oder gar an der blonden Köchin lag. Ich tippe auf Bier und Köchin. Letztere hat nämlich Kräuter vergessen. Rosmarin, Majoran oder Petersilie und etwas Zitronenabrieb würden sich in der Sauce sicher gut machen.

Schweinebäckchen an Speck-Biersauce
reicht für 3 Personen

Schweinebäckchen an Speck-Biersauce oder Kochen aus dem Vorrat

2 Scheiben Speck
8 Saubacken
Oel zum Braten
Pfeffer, Salz, Paprika, Cayenne und ganzer Kümmel
1 Rüebli
1 Selleriestange
1 grosse Zwiebel
1 EL Tomatenpürée
1 Dose Bier
1/2 dl selbstgemachte Hühnerbrühe

Zum Fertigstellen
1 TL Mehlbutter

Gemüse fein schnippeln. Speck in feine Streifen schneiden. Speck direkt im Dampfkochtopf auslassen und knusprig braten. Herausnehmen und falls nötig noch etwas Oel in die Pfanne geben und Schweinebacken ringsum anbraten. Fleisch herausnehmen. Gemüse und Kümmel bei mittlerer Hitze anbraten, sobald das Gemüse weich wird und etwas Farbe angenommen Tomatenpürée dazugeben und weiterbraten, schliesslich Fleisch zugeben und mit einem Schluck Bier ablöschen, dieses etwas einkochen lassen. Brühe und restliches Bier dazugiessen. Etwas einkochen lassen. Deckel drauf, den Topf verschliessen und bis zum Erscheinen des zweiten Ringes Hitze zuführen. Ab diesem Moment bei konstanter Temperatur das Fleisch 25 Minuten garen. Nach Ende der Garzeit den Topf vom Herd nehmen und erst öffnen, wenn sich der Druck vollständig abgebaut hat (dauert ca. 10 Minuten).

Die geschmorten Schweinebacken aus dem Topf nehmen. Die Sauce in einen weiten Topf passieren und bis zur Hälfte einkochen lassen. Mit Mehlbutter binden. Fleisch und Speck in die Sauce geben mit Salz und Pfeffer abschmecken und noch ein paar Minuten köcheln lassen.

Als Beilage habe ich Kartoffelstock und Rahm-Wirz serviert.

Nächstes Mal werde ich die Bäckchen etwas raffinierter, vielleicht wie Herr Paulsen oder nach diesem Rezept aus der Zeit, zubereiten


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Monday, 30. January 2012

Sauerbraten vom Schweinefilet - Koch den Vinz und Synchronbloggen

Heute wird synchron gebloggt und zwar mit Uwe von Highfoodality. Am Samstag habe ich auf meiner kochtopf Facebook-Seite erwähnt, dass ich abends den Vinz koche*. Uwe hat geantwortet, er auch. Er sei gerade daran den Sauerbraten von Schweinefilet zu machen. Ha, genau das hatte ich für den Abend vor. So sind wir auf die Idee gekommen, unser Resultat synchron zu bloggen. Ist doch immer spannend zu sehen, was herauskommt wenn zwei das gleiche kochen.

Ich hatte etwas Vorteil beim Kochen bzw. konnte von Uwes Erfahrungen, die er mir via Mail durchgab profitieren. Er hat das Rezept vom SWR-Newsletter, ich habe es von der Internetseite genommen, habe aber auch die Sendung gesehen. Was mir beim Nachkochen nicht viel geholfen hat. Ich konnte mich nämlich nicht mehr an den Einsatz von Brühe erinnern. Kurz bei Uwe nachgefragt, ja er hat Brühe verwendet, sogar mehr als im Rezept angegeben. Also habe ich auch Brühe genommen und noch Mehlbutter, die kommt nicht im Rezept vor, bin mir aber ziemlich sicher, dass sie in der Sendung verwendet wurde. Ebenfalls meinte Uwe, dass 20 Minuten im Ofen zu wenig seien. Ich habe ein Bratenthermometer verwendet und es bei 60 C herausgenommen, das heisst nach ca. 30 Minuten - habe leider nicht auf die Uhr geschaut - herausgenommen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch hat in dieser Zeit 65 C erreicht. Für unseren Geschmack schon etwas zuviel. Nächstes Mal werde ich das Filet bei 58 C herausnehmen.

Sauerbraten von Schweinefilet
Rezept für 3-4 Personen

Sauerbraten vom Schweinefilet - Koch den Vinz und Synchronbloggen

Beize
4 Wacholderbeeren
3 Pimentkörner
2 EL Balsamico
250 ml Rotwein
1 Lorbeerblatt
1 Schweinefilet

1 Zwiebel
1 Rüebli
2 Stangen Sellerie
etwas Salz, Pfeffer
2 EL Butterschmalz
250 ml Fleischbrühe

Zum Fertigstellen der Sauce
1 kleiner gestrichener TL Mehlbutter
1 EL Ahornsirup
1 gehäufter EL Schmand

Piment und Wacholderbeeren andrücken, mit Balsamico, Rotwein und Lorbeerblatt in einen kleinen Topf geben, so dass das Fleisch mit der Beize bedeckt ist. Deckel drauf und im Kühlschrank eine Nacht besser 2 durchziehen lassen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut abtrocknen. Die Marinade durch ein Sieb passieren.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Schalotten, Karotte und Sellerie schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer Bratpfanne mit 2 EL Butterschmalz das Fleisch rundum anbraten, herausnehmen. Dann die Gemüsewürfel in der Bratpfanne rundum anbraten. Das Gemüse mit etwas Beize ablöschen und kurz einkochen lassen. Das Fleisch zugeben, die Hälfte der Brühe und Beize dazugiessen und alles in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 30 Minuten schmoren. Dabei ab und zu mit der Flüssigkeit aus der Pfanne begiessen.

In der Zwischenzeit die restliche Beize und Brühe bis mindestens zur Hälfte einkochen und dann zum über das Fleisch giessen.

Sobald das Fleisch 58 C erreicht hat, aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten unter einer Alufolie ruhen lassen.

Den entstanden Fond durch ein Sieb passieren und etwas einkochen lassen. Mit Mehlbutter binden, dabei nicht zuviel nehmen. Ganz zum Schluss mit den Schmand untermischen und die Sauce mit Ahornsirup, Salz und Pfeffer abschmecken.

Als Beilage gab es bei mir keine Spätzle, da die Eier aus waren, sondern selbstgemachte Tagliatelle, die ich im Vorrat hatte.

Nun noch zum Geschmack. Auch bei mir hätte das Fleisch ruhig etwas saurer sein können. Ich würde aber nicht die Essigmenge erhöhen, sondern es einen Tag länger eingelegt lassen. Die Sauce war der Traum, deshalb auch soviel im Teller.

Sauerbraten vom Schweinefilet - Koch den Vinz und Synchronbloggen

Guckt unbedingt auch bei Uwe vorbei, so sieht seine Version des Sauerbraten aus.

*Wer es noch nicht weiss, Koch den Vinz ist ein Ganzjahres-Event von foodfreak bei dem jeder mitmachen darf. Aufgabe ist es, Rezepte von Vincent Klink nachzukochen (egal ob aus einem seiner Bücher oder den Weiten des WWW) und (mit Bild) darüber zu bloggen.


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Monday, 23. January 2012

Schweinsfilet an Rotweinfeigen-Sauce

Uff, Glück gehabt! Auch das zweite Glas mit Rotweinfeigen hat gepflopft! Bleiben noch 3 Gläser.

Schweinsfilet an Rotweinfeigen-Sauce

Schweinsfilet an Rotweinfeigen-Sauce

1 Schweinsfilet
Senf, Pfeffer, Salz, Paprika, Cayenne
frischer Rosmarin, feingehackt
2-3 Knoblauchzehen, angedrückt
1 Zweig frischer Rosmarin

Rotweinfeigen-Sauce
ca. 1 dl Rinderzungenbrühe
Saft aus dem Rotweinfeigenglas, ca. 3 dl
Essig
Salz und Pfeffer
1 Stück Butter

Schweinsfilet mit Senf, Gewürzen und gehacktem Rosmarin einreiben. In einer Bratpfanne mit den Knoblauchzehen ringsum anbraten. Ofen und eine Platte auf 180 C aufheizen. Filet Knoblauchzehen und Rosmarinzweig auf die vorgeheizte Platte geben und ca. 20-25 Minuten braten, bzw. bis der Bratenthermometer 62 C anzeigt. Die letzten 10 Minuten die Feigen aus dem Glas zum Fleisch legen. Filet aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten ruhen lassen. Fleisch aufschneiden.

Bratensatz mit Rinderbrühe ablöschen und auflösen, Rotweinfeigensaft aus dem Glas dazugeben und einköcheln lassen. Vor dem Servieren mit etwas Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Butter montieren.

Dazu habe ich gebratene Chnöpfli und Wirz mit Schand serviert. Letzteres passte nicht so gut, aber musste weg.


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Wednesday, 18. January 2012

Saftiger Schweinsbraten ohne knusprige Schwarte

kochtopf Facebook-Page-Leser wissen es bereits. Ich habe es vor ein paar Tagen ein 2,8 kg schweres Baby in den Ofen geschoben. ;-)

Schweinsbraten von 2.8 kg!!!

Das ist das Baby ein 2,8 kg schwerer Braten aus der Keule mit Schwarte. Ich habe ihn noch letztes Jahr bei meinem Lieblingsmetzger für die Festtage gekauft. Nur war uns dann nicht nach Schweinebraten, so habe ich ihn eingefroren und jetzt zubereitet. An diesem Stück Fleisch werden wir eine Weile essen, ein Teil vom fertigen Braten habe ich bereits wieder eingefroren. Man kann ja nicht jeden Tag Schwein essen.

Krustenbraten, habe ich schon mal gemacht. Damals ist mir die Kruste nicht so gelungen. Leider auch diesmal nicht. Schuld ist Martina, nach deren Anleitung habe ich den Braten zubereitet. Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer und haben nämlich letzte Woche in Servicezeit bayrisch gekocht. Ein Schweinsbraten mit krachend knusprigen Kruste haben die Beiden unter anderem in der Sendung gekocht. Bei mir ist es ein saftiger Schweinebraten mit verkohlter Kruste geworden. Bild von der Kruste erspar ich euch.

Ich habe einen Verdacht, was der Fehler war. Der Honig. Mein grosser Braten musste ja gut 3 1/2 Stunden im Ofen sein, zu lange für die Honigkruste. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich den Honig erst zum Schluss auf die Schwarte geschmiert hätte. Auch könnte es an der hohen Temperatur gelegen haben, welche ich zwar schon von 200 auf 180 C reduziert habe. Eline zum Beispiel macht ihren Braten bei 140-150 C.

Aergerlich das mit der verkohlten Kruste, aber zum Glück blieb das Fleisch saftig. Y. liebt es, und das ist das Wichtigste.

Knuspriger Schweinsbraten
reicht für eine kleine Armee

Saftiger Schweinsbraten ohne knusprige Schwarte

1 schönes Stück von der Keule eines Schweins mit Schwarte (2,8 kg!!!!)
1 grosse Zwiebel
2 Knoblauchzehen
je 1 Tasse klein gewürfelte Möhre sowie klein gewürfelter Sellerie und Lauch
3 Lorbeerblätter
1 EL Wacholderbeeren
1 EL Pfefferkörner
1 EL Kümmel
1 EL Salz
1 EL Honig
1 TL Paprikapulver
1 kaltes Bier

Den Braten mit seiner Schwarte nach unten in einen möglichst passenden Bräter (der Bayer nennt es Bratenreine) auf ein Bett von Wurzelgemüse (in Ringe geschnittene Zwiebel, Knoblauch, Wurzelwerk und alle Gewürze) setzen. Wenn im Bräter noch Platz ist, kann man zusätzlich ein Stück Schweinebauch dazugeben.

Kochend heisses Wasser angiessen, aber nur so viel, dass lediglich die Schwarte im Wasser steht. Ich habe halb Brühe halb Wasser verwendet. Wichtig: Das heisse Wasser nicht über das Fleisch giessen! In den 180 Grad Celsius heissen Backofen schieben und etwa eine halbe Stunde lang vorgaren.

Dann den Braten aus dem Ofen nehmen, die Schwarte mit einem spitzen Messer kreuzweise und schön gleichmässig einritzen, damit sie beim Braten aufspringen kann. Mit Salz und Paprika sowie etwas Honig einreiben und gut einmassieren.

Gitter der Bratenreine auf das Gemüse stellen und den Braten mit der Schwarte nach oben wieder in den Ofen schieben. Bei 180 Grad Celsius braten. Nach der Hälfte der Zeit, wenn das Gemüse in der Bratenreine zu brutzeln beginnt, das Bier angiessen. Dabei das Bier auch über die Kruste giessen – dann wird sie schön knusprig. Den Braten immer wieder mit Bratensaft beschöpfen oder bepinseln. Mein Braten brauchte insgesamt gute 3 1/2 Stunden bis er 77 C Kerntemperatur erreicht hat.

Den Braten auf einem Tranchierbrett quer in dünne Scheiben schneiden und den Gästen servieren. Den Bratenjus aus der Fettpfanne durch ein Sieb giessen. Entweder pur als das sogenannte Saftl* in einer Sauciere zu Tisch bringen oder zuvor noch einmal in einem Mixbecher mit dem Pürierstab durchmengen. Dabei emulgiert das Fett mit der Flüssigkeit und macht sie cremig. Wer eine dickere Sosse schätzt, mixt ein paar Esslöffel Wurzelwerk mit hinein.

*Mein Braten war sehr gut durchzogen, deshalb habe ich das Saftl vor dem Servieren entfettet.


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Tuesday, 10. January 2012

Sauerbraten - 1x mit selbstgemachten Tagliatelle und 1x mit Kräuterkartoffelstock

Y. schwärmt seit Jahren vom Sauerbraten seiner Grossmutter. In unserer Familie war Sauerbraten kein Thema. Bei uns gab es an Festtagen meist Rippli, Hals, Zunge und Konsorten. Nun wollte ich Y. mal eine Freude machen und habe mich an einen Sauerbraten gewagt. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, schlussendlich habe ich mich für das Sauerbraten-Rezept aus dem grossen Lafer entschieden, denn er schreibt zum Rezept -

Ein wunderbarer Sonntagsbraten, fast ist er in Vergessenheit geraten. Wie wir uns als Kinder immer darauf freuten... Es war ein schöner Familienbrauch.

Lafer und Y. sind aus der gleichen Generation, das Rezept könnte also hinkommen.

Sauerbraten
davon werden 4-6 Personen satt

Sauerbraten

Beize
250 ml Rotweinessig
750 ml Rotwein
250 ml Wasser
1 Rüebli
1 Stange Lauch
1 Stange Sellerie
2 Zwiebeln
3 Nelken
1 EL schwarze Pfefferkörner (zerstossen)
1 EL Wacholderbeeren (angedrückt)
100 g Zucker
3 Lorbeerblätter

knapp 1 kg Rinderbraten
2 EL Tomatenmark

Zum Fertigstellen der Sauce
1-2 EL Ahornsirup

Gemüse in walnussgrosse Stücke schneiden. Alle Zutaten für die Beize in einen Topf geben und einmal aufkochen. Beize abkühlen lassen. Das Fleisch waschen und in die erkaltete Beize legen. Das Fleisch sollte ganz mit Beize bedeckt sein. Topf für mindestens 2-3 Tage in den Kühlschrank stellen, dabei täglich wenden.

Topf mit Fleisch und Beize 1 Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Die Beize durch ein Sieb giessen. Gemüse und Beize auffangen.

Sauerbraten

Das Fleisch im Bratentopf in Oel von allen Seiten anbraten. Salzen und pfeffern, dann herausnehmen. Das Gemüse in den Bräter geben und anrösten. Tomatenmark dazugeben und ebenfalls anrösten.

Sauerbraten

Mit der Beize ablöschen. Fleisch auf das Gemüse legen

Sauerbraten

und im auf 170 C vorgeheizten Ofen 2 1/2 bis 3 Stunden schmoren.

Fleisch herausnehmen und in der Restwärme des Ofens warm halten. Den Schmorsaft durch ein Sieb in einen weiten Topf giessen und die Sauce 5-8 Minuten einkochen lassen. Mit Ahornsirup und wenn nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sauerbraten

Das Fleisch ist beim Aufschneiden schön zerfallen, wie man beim Restessen-Teller sehen kann. Leider war es aber nicht so zart wie erwartet, schliesslich hatte ich ihn 1 Woche in der Beize. Betreffend Zartheit kommt er nie an die Rinderbacken ran. Ich bevorzuge also weiterhin diese.

Was hielt Y. von meinem Sauerbraten? Nun er fand ihn gut. Der Braten hatte aber scheinbar nichts mit dem seiner Grossmutter zu tun. Er meinte sie hätte den Braten nur in Essig und Wasser eingelegt. Hat jemand so ein Grosi-Rezept?


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Thursday, 5. January 2012

Merkwürdig ausschauendes Schweinekoteletts mit grobem Kartoffel-Apfel-Stampf

Von Vorsatz No 3 sieht man noch nicht viel im neuen Jahr.

Merkwürdig ausschauendes Schweinekoteletts mit grobem Kartoffel-Apfel-Stampf

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich das Foto letztes Jahr gemacht wurde. Ich weiss auch noch nicht, ob ich das mit dem schön Anrichten hinkriegen werde. Eigentlich habe ich auch keine Lust stundenlang rumzubüscheln, und dann noch stundenlang zu fotografieren. Ein bisschen warm sollte mein Essen schon auf den Tisch kommen. Zudem kann ich noch längere Wartezeiten Y. nicht zumuten. Er ist jetzt schon ziemlich geduldig mit mir.

Ich sag's ja, ich bin nicht für Vorsätze gemacht. Eher für Ausreden finden. ;-)

Schweinekoteletts mit Kartoffel-Apfel-Stampf
Rezept für 2 Personen

2 dicke Schweinekoteletts
Fleur de sel und Pfeffer
Senf

Grober Kartoffel-Apfel-Stampf
400 g vorwiegend fest kochende Kartoffeln
Meersalz
50 g Pancetta
1 Knoblauchzehe
1 säuerlicher mürber Apfel
2 EL bestes Olivenöl
2-3 Zweige Rosmarin
Thymian
75 ml Weisswein
Fleur de sel und Pfeffer

Kartoffeln waschen, schälen und würfeln. In kochendem Salzwasser etwa 15 Minuten garen. Abgiessen, wieder in den Topf geben und etwas ausdämpfen lassen. Pancetta in zwei bis drei Millimeter dicke Streifen schneiden. Knoblauchzehe schälen und leicht andrücken. Apfel schälen, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden.

Den Backofen auf 140 Grad vorheizen. Koteletts waschen, trockentupfen und den Fettrand mehrmals einschneiden. In einer ofenfesten Pfanne zwei Esslöffel Öl zum Anbraten erhitzen. Koteletts darin auf jeder Seite etwa drei Minuten anbraten. Öl abgiessen. Das Fleisch mit auf beiden Seiten dünn mit Senf bestreichen. Knoblauch und Kräuter um das Kotelett verteilen. Die Koteletts 15-20 ca. 30 Minuten im Backofen garziehen lassen.

In einer anderen Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen, die Pancettastreifen darin einige Minuten anbraten, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Kartoffelwürfel ins Bratfett geben und goldbraun anbraten. Apfelwürfel hinzugeben und kurz mit anbraten. Weisswein dazugiessen und einkochen lassen. Alles mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Pancetta wieder hinzugeben und Stampfkartoffeln mit Fleur de sel und Pfeffer abschmecken. Nach Belieben noch etwas bestes Olivenöl hinzufügen. Koteletts aus dem Ofen nehmen, mit Fleur de sel und Pfeffer würzen und mit den Apfel-Speck-Kartoffeln anrichten.

Wie man auf dem bescheidenen Foto sehen kann, habe ich den Senf nicht schön verstrichen. Das sieht etwas merkwürdig aus, aber es hat besser geschmeckt als ausgeschaut. Wirklich!

Das Rezept stammt aus Polettos neuem Grundkurs für Einsteiger, ob es für Einsteiger geeignet ist bezweifle ich. Bei mir zum Beispiel waren die Kotletts nach 15-20 Minuten noch ziemlich blutig. Ich musste sie schon gute 30 Minuten im Ofen lassen. Geschmacklich war es, wie gesagt, okay, aber nichts, dass einem aus den Schuhen haut.


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Tuesday, 27. December 2011

Resteessen - Rinderzunge an Rotweinsauce mit Schnittlauch-Kartoffelstock

Weiter geht es mit Zunge. Natürlich bleiben von einer Zunge, bei nur zwei Essern, noch Resten übrig. Man kann Zunge problemlos aufwärmen, am besten in etwas Sauce, wenn man noch welche hat. Panieren und dann braten geht auch, oder einfach nur in etwas Butter aufwärmen. Ich habe mich fürs Aufwärmen in einer Sauce entschieden. Da wir aber alle Kapernsauce gegessen haben, musste eine neue her. Eine Madeirasauce hätte ich gerne gemacht, aber da ich keinen Madeira im Haus habe ist es eine Rotwein- und was sonst noch so in der Bar rumsteht Sauce geworden.

Rotweinsauce
ergibt ca. 2 dl Sauce

Resteessen - Rinderzunge an Rotweinsauce mit Schnittlauch-Kartoffelstock

1 EL Sonnenblumenöl
1/2 Zwiebel
1 EL Tomatenmark
1/2 Flasche Rotwein
1 dl Portwein
1 dl Sherry
2 dl Zungenbrühe
Salz und Pfeffer
ca. 2 EL Ahornsirup
1 EL Butter

Zwiebeln fein schneiden und im Oel goldig braten. Tomatenmark dazu und ebenfalls braten. Macht nichts, wenn es etwas in der Pfanne ansetzt, dann mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen, zur Hälfte einköcheln lassen. Abwechslungsweise Wein, Port, Sherry und Brühe dazu giessen und immer gut einköcheln lassen. Wenn alles aufgebraucht ist sollte man ca. 2 dl Sauce im Topf haben. Sauce pürieren, mit Salz, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken und mit der Butter montieren. Zurück in den Topf und die gekochte in Scheiben geschnittene Zunge darin aufwärmen.

Dazu passt Schnittlauch-Kartoffelstock.

Resteessen - Rinderzunge an Rotweinsauce mit Schnittlauch-Kartoffelstock

Die Sauce ist viel besser geworden als meine erste Rotweinsauce, aber natürlich nie so gut wie die von den Rinderbacken, was natürlich unter anderem auch daran liegt, dass Röststoffe von Fleisch und Gemüse fehlen. Trotzdem - Prädikat gut.


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Wednesday, 21. December 2011

Resteessen deluxe - Tagliatelle mit geschmorten Rinderbacken

Zwei Rinderbacken waren dann doch etwas zuviel für uns zwei. Es blieb also noch etwas übrig, auch von der superfeinen sämigen Sauce. Zum Glück, denn wie Voressen, Gulasch und Konsorten schmecken Rinderbacken aufgewärmt fast noch besser.

Das Fleisch habe ich mit einem Löffel in kleinere Stücke getrennt und zusammen mit der Port-Rotweinsauce aufgewärmt. Schneiden muss man nicht, das Fleisch ist so zart und mürbe. Dazu selbstgemachte Tagliatelle, etwas Peterli und wer will noch Parmesan.

Resteessen deluxe - Tagliatelle mit geschmorten Rinderbacken

Fertig ist das Resteessen deluxe!


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