Aus meinem Gelateria-Labor - Gelato al Bacio (Bacio- oder Kuss-Eis)
Endlich ist es heiss! Zu heiss für Schoggi, aber Glacé geht. Also habe ich wieder mal in meinem Gelateria-Labor rumgewerkelt und ein Baci-Eis hergestellt. Wer Baci nicht kennt, das sind diese in Silberpapier gewickelten italienischen kleinen dunklen Schokolädchen mit einem Kern aus Gianduja und einer knackigen Haselnuss. Jeder Kuss wird mit einem Liebesgruss in 4 Sprachen begleitet.
Ich habe übrigens Baci auch schon selbst gemacht. Für das Baci-Eis braucht man jedoch keine Schokolädchen, dafür nimmt man geröstete Haselnüsse, Schokolade und Kakao. Als Grundlage für mein Experiment hat das Rezept von Croce e Delizia gedient. Eigentlich ist es nicht unähnlich dem Gianduja-Stracciatella Eis von David Lebovitz - welches kürzlich von Moey's Kitchen, Pi mal Daumen, Chef Hansen und Nata gemacht wurde - ausser dass es keine Schoggistückli enthält, bei mir auch kein Ei und die Haselnüsse nicht weggeschmissen werden. Die beiden letzten Argumente sind für mich wichtig. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen als ich beim Pistazien-Eis die ausgedrückten Pistachemasse wegschmeissen musste. ;-) Bei Antonella habe ich gesehen, dass man die Haselnüsse nur etwas länger mahlen muss, im kleinen Mixbehälter meiner Multiquick dauert das ca. 2 Minuten, und schon erhält man eine feine Haselnusspaste, die man so in die Grundmasse geben kann.
Gelato al Bacio (Bacio- oder Kuss-Eis)
ergibt ca. 1 Liter Haselnusspaste
100 g geröstete Haselnüsse, enthäutet
50 g mit Vanille aromatisierter Zucker
Eis-Grundmasse
200 g Milch
100 g Leche evaporada (ungesüsste Kondensmilch)
50 g Milchpulver
1/2 EL Maizena
10 g ungesüsster Kakao
30 g marokkanischer Honig
25 g dunkle Schokolade
zum Fertigstellen
2 dl Rahm, halb steif geschlagen
Für die Haselnusspaste die gerösteten Haselnüsse zu einer leicht flüssigen Paste mahlen. Da Zuckerkristalle sich nicht so gut im Eis machen, mahlt man am besten den Zucker nach der Hälfte mit.
Für die Grundmasse Haselnusspaste und restliche Zutaten ausser Schokolade in einen Topf geben. Noch kalt gut verrühren, damit sich Maizena und Kakao auflösen. Es darf vor dem Aufkochen keine Klumpen mehr haben. Unter ständigem Rühren aufkochen, dann gute 2 Minuten kochen lassen. Herdplatte ausschalten, Schokolade zugeben und rühren bis sie sich aufgelöst hat. Masse in eine Schüssel giessen und erkalten lassen, dabei ab und zu mal umrühren, damit sich keine Haut bildet. Wenn die Masse Raumtemperatur hat, Schüssel zugedeckt für mindestens 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Einfüllen in die Eismaschine, Rahm untermischen und das ganze nochmals kurz mit dem Mixer aufschlagen. In die Gelateria füllen und gefrieren lassen. Im Gefrierschrank fertig gefrieren lassen. Dieses köstliche Kuss-Eis geht diesen Sonntag an Julie von mat & mi - bzw. Wer noch mehr Eis mag, soll bei der Liste aller meiner Eiskreationen vorbeigucken. Da gibt es für jeden was!
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Ich habe übrigens Baci auch schon selbst gemacht. Für das Baci-Eis braucht man jedoch keine Schokolädchen, dafür nimmt man geröstete Haselnüsse, Schokolade und Kakao. Als Grundlage für mein Experiment hat das Rezept von Croce e Delizia gedient. Eigentlich ist es nicht unähnlich dem Gianduja-Stracciatella Eis von David Lebovitz - welches kürzlich von Moey's Kitchen, Pi mal Daumen, Chef Hansen und Nata gemacht wurde - ausser dass es keine Schoggistückli enthält, bei mir auch kein Ei und die Haselnüsse nicht weggeschmissen werden. Die beiden letzten Argumente sind für mich wichtig. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen als ich beim Pistazien-Eis die ausgedrückten Pistachemasse wegschmeissen musste. ;-) Bei Antonella habe ich gesehen, dass man die Haselnüsse nur etwas länger mahlen muss, im kleinen Mixbehälter meiner Multiquick dauert das ca. 2 Minuten, und schon erhält man eine feine Haselnusspaste, die man so in die Grundmasse geben kann.
Gelato al Bacio (Bacio- oder Kuss-Eis)
ergibt ca. 1 Liter Haselnusspaste
100 g geröstete Haselnüsse, enthäutet
50 g mit Vanille aromatisierter Zucker
Eis-Grundmasse
200 g Milch
100 g Leche evaporada (ungesüsste Kondensmilch)
50 g Milchpulver
1/2 EL Maizena
10 g ungesüsster Kakao
30 g marokkanischer Honig
25 g dunkle Schokolade
zum Fertigstellen
2 dl Rahm, halb steif geschlagen
Für die Haselnusspaste die gerösteten Haselnüsse zu einer leicht flüssigen Paste mahlen. Da Zuckerkristalle sich nicht so gut im Eis machen, mahlt man am besten den Zucker nach der Hälfte mit.
Für die Grundmasse Haselnusspaste und restliche Zutaten ausser Schokolade in einen Topf geben. Noch kalt gut verrühren, damit sich Maizena und Kakao auflösen. Es darf vor dem Aufkochen keine Klumpen mehr haben. Unter ständigem Rühren aufkochen, dann gute 2 Minuten kochen lassen. Herdplatte ausschalten, Schokolade zugeben und rühren bis sie sich aufgelöst hat. Masse in eine Schüssel giessen und erkalten lassen, dabei ab und zu mal umrühren, damit sich keine Haut bildet. Wenn die Masse Raumtemperatur hat, Schüssel zugedeckt für mindestens 4 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Einfüllen in die Eismaschine, Rahm untermischen und das ganze nochmals kurz mit dem Mixer aufschlagen. In die Gelateria füllen und gefrieren lassen. Im Gefrierschrank fertig gefrieren lassen. Dieses köstliche Kuss-Eis geht diesen Sonntag an Julie von mat & mi - bzw. Wer noch mehr Eis mag, soll bei der Liste aller meiner Eiskreationen vorbeigucken. Da gibt es für jeden was!
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