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Frau Dr. Marroni

Am Wochenende habe ich den Doktor im Marroni schälen gemacht. 2 kg Marroni schälen ist eine, entschuldigt den Ausdruck, Schei**arbeit. Das ist der Nachteil, wenn man in der Pampa wohnt, da gibt es noch nicht so viel Convenience food (wobei Marroni ja nicht wirklich in diese Kategorie gehören), und man muss viel selber machen. Dafür wurde das Marronipüree bzw. Vermicelle köstlich. Der Zauberstab kam zwar wieder an seine Grenzen, aber macht nichts.

Vermicelles
Rezept für 6 Portionen

500 g geschälte Marroni
1 Vanillestengel
2 dl Milch
100 g brauner Zucker

Geschälte frische Marroni in einen Siebeinsatz geben und zugedeckt über Dampf während 25-30 Minuten sehr weich garen. Marroni gut abtropfen lassen.

Inzwischen die Milch mit dem aufgeschlitzten Vanillestengel und den herausgekratzten Samen aufkochen. Neben der Herdplatte mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Nochmals aufkochen und den Vanillestengel entfernen.

Die gekochten Marroni und den Zucker beifügen und alles auf kleinem Feuer noch zwei bis drei Minuten kochen lassen. Dann mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Sollte die Masse zu dick sein, noch etwas Milch dazugiessen. Das Püree vollständig auskühlen lassen.

Wie man Marroni schält:
Die Marroni mit einem scharfen Messer auf der gewölbten Seite kreuzweise einritzen. In kochendem Wasser 5 Minuten garen; die Schale soll sich ablösen lassen. Die Marronis dürfen dazu jedoch nicht zu weich sein. Marroni abgiessen und so heiss wie möglich schälen. Die braunen Häutchen ebenfalls entfernen.

Was man beachten sollten:

* Geröstete Marroni können nicht zu Püree verarbeitet werden, da die trockenen Früchte auch mit Kochen nicht mehr weich werden.

* Vermicelles lässt sich - am besten portionenweise - für mindestens 6 Monate tiefkühlen.

* Tiefgekühltes Püree parfümiert man erst nach dem Auftauen mit Kirsch usw.

* Nicht nur fuer Coupes, sondern auch fuer Torten, Mousses oder
Parfaits ergibt Marronipueree eine luftige Fuellung.

Tipp & Trick:

Marroni-Tiefkühlen?
100 bis 200 kg Ertrag wirft ein Kastanienbaum bei guter Pflege ab.
Frische Früchte müssen, falls man sie nicht tiefkühlt, was mit oder ohne Schale möglich ist (Schale in jedem Fall einkerben!), sofort verbraucht werden. Sie halten sich im Kühlschrank höchsten zehn Tage frisch, sollten dabei aber nicht in Plastiksäcken aufbewahrt werden, da sie gerne zu schimmeln beginnen. Tiefgekühlt
können Marroni direkt weiterverarbeitet werden. Blog Widget by LinkWithin
ostwestwind - 7. Nov, 15:44

Sehr geehrte Frau Dr. Marroni

ich halte im direkten Vergleich die Trockenenthäutung für praktikabler, wie Ihnen schon seit meinen Pikantes Schweinefleisch mit Maronen bekannt sein dürfte. Ich bin aber dennoch beeindruckt, dass Sie dafür 2 kg geschält haben. Wieviel blieb denn davon "netto" übrig?

Zorra - 7. Nov, 15:50

Ziemlich viel, ich war auch erstaunt. So 1,5 kg. Den Rest habe ich auch eingefroren.

Löst sich die Haut bei der Trockenhäutung besser?
ostwestwind - 7. Nov, 16:48

Ich finde schon

im nassen Zustand ist die "Unterhaut" noch in den Falten, die da rausgeprökelt werden muss. Bei der trockenen Variante kamen beide Schichten gleichzeitig, und erstaunlich gut aus den "Falten". Ich plane die nächste Aktion und da werde ich auf jeden Fall die Trockenmethode wieder anwenden.
polly (guest) - 7. Nov, 17:04

na dann...

muß ich ja wenigstens nicht mehr die kürbissache gewinnen um meine geliebten maronen zu protegieren, es gibt ja auch so schon viele feine maronen-rezepte... :)

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